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Marktgemeinde Eichgraben, Rathausplatz 1, 3032 Eichgraben, Tel.: 02773/44600, Fax: DW 35
zum Land Niederösterreich
Historisches

Vor über 650 Jahren, im August 1345, scheint der Name unseres Heimatortes Eichgraben zusammen mit Ottenheim, geschrieben "Aichgrawen" und "Ukenhaim", erstmals in einer kirchl. Stiftungsurkunde des Klosters St. Andrä an der Traisen auf. Diese Urkunde ist im Archiv des Stiftes Herzogenburg zu besichtigen. Der Wirsinger GOTTFRIED VON KIRCHSTETTEN verfaßte und besiegelte im Jahre 1345 den Stiftungsbrief.
"Aichgrawen" ins Hochdeutsche übersetzt - mit Eichenwald bewachsener Graben. "Ukenheim" - Heim eines Ottos - Ottenheim.

15. Jahrhundert:

In Niederösterreich herrschten fast 100 Jahre lang Krieg und Söldnerbanden.

16. Jahrhundert:

Maximilian 1. schuf den modernen Beamtenstaat, für den Wienerwald wurde das Forstwesen neu organisiert. Es begann die erste Siedlertätigkeit im Raume Eichgraben. Im Jahre 1529 standen die Osmanen vor Wien. Die Stadt wurde jedoch von den Belagerten heldenhaft verteidigt.

17. Jahrhundert:

Es entstand eine Anzahl von Holzhauersiedlungen, sogenannte Hüttersiedlungen; daher der Name "Hutten" als Ortsteil von Eichgraben. Abgesehen von den Auswirkungen des 30-jährigen Krieges (1618-1648) erlebte der Wienerwald im 17. Jahrhundert eine ruhige Entwicklung und Siedlungstätigkeit. Erst 1683 brachte der zweite Türkenüberfall erneut eine Katastrophe.

18. Jahrhundert:
Die Pest wütete in Eichgraben (1713). Die napoleonische Ära brachte den Siedlungen unserer Heimat zusätzliche finanzielle Lasten und Hemmungen.

19. Jahrhundert:
Durch den Wiener Kongress wurden 1815 die ersten Touristikbestrebungen im Wienerwald eingeleitet. Es wurden im Bereich des Wienerwaldes mehrere Schutzhäuser errichtet. Für das heutige Eichgraben brachte das vorige Jahrhundert ein großes Ereignis: den Bau des Viaduktes. Um das Jahr 1850 entstand das 20m hohe dreibogige Viadukt, das den "Graben" mitten im Ort zur Führung der Westbahn überqueren sollte. Eichgraben wuchs in dieser Periode zu einem Villenort und prägte sein Gesicht als Streusiedlung. Weiters hatte der Ort ab 1850 einen freigewählten Bürgermeister. Zu dieser Zeit war Eichgraben jedoch noch dem Gemeindegebiet von Maria Anzbach einverleibt.
1891 erfolgte der Spatenstich zur Herz-Jesu-Kapelle. Die Einweihung der Kapelle erfolgte im Jahre 1896. Im Jahre 1923 erfolgte die Gemeindegründung, seit diesem Zeitpunkt ist Eichgraben eine selbständige Gemeinde.

20. Jahrhundert:

Nach dem 2. Weltkrieg, im Jahre 1947, wurde der reguläre Gemeinderat gewählt.
Im Jahre 1951 erfolgte die Weihe der großen Kirche, des WIENERWALD - DOMES.
Im Advent 1967 wurde die Evangelische Michaelskapelle durch Superintendent Georg TRAAR eingeweiht, ein Jahr später von Bischof Oskar Sakrausky visitiert. Pfarrer jener Zeit war Dr. Walter Stökl (1897-1976), der gemeinsam mit der Ökumenischen Schwesterngemeinschaft die Michaelskapelle und Eichgraben weit über die Grenzen bekannt gemacht hat.
Im Jahre 1973 wurde unsere Heimatgemeinde zum Markt erhoben.


In den letzten Jahren entwickelte sich Eichgraben zu einem gernbesuchten Erholungs- und Fremdenverkehrszentrum.
Genaueres zur Geschichte Eichgrabens und des Wienerwaldes finden sie im  Wienerwaldmuseum Eichgraben.