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Projekt “Neuer Billa in der Wienerstraße”

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Schaubild

Über den neuen Supermarkt in der Wienerstraße wurde bereits viel spekuliert und diskutiert – nun gibt es die ersten Fakten und Informationen. Diese Woche hat die REWE-Gruppe den Mitgliedern des Gemeinderates und den direkten Anrainern die Eckdaten des Projekts “Neuer Billa Eichgraben” vorgestellt. Die Liegenschaft Wienerstraße 10+12 (ehemalige Gärtnerei Kaljosi) ist in Privatbesitz und wurde vom Eigentümer an die REWE-Gruppe verpachtet. Auf einer Teilfläche von rund 5.500 m² soll ein den modernsten Standards entsprechender Billa-Markt mit 750m² Verkaufsfläche errichtet werden.

Die Firma REWE/Billa hat die Themen Demografie, Kaufkraftanalyse für Produkte des täglichen Bedarfs (Lebensmittel und Drogerie) und eine Gegenüberstellung der Verkaufsflächendichte zu anderen Gemeinden in der Region präsentiert. Die ermittelten Daten zeigen, dass nur ein geringer Prozentsatz, nämlich ca. 25% der Produkte des täglichen Bedarfs tatsächlich in Eichgraben gekauft werden. In Hinblick auf diese erhobenen Daten und die geplante Erweiterung des Produktsortiments (z. Bsp. Frischfleischtheke, mehr regionale, Bio- und FairTrade Produkte, etc…) scheint die Errichtung eines weiteren Standortes durchaus plausibel.

Zahlen und Fakten zum Markt

  • Projektfläche ca. 5.400m² (Gesamtgrund 7.600m², die Restfläche verbleibt zu Nutzung durch den Eigentümer)
  • Verkaufsfläche Markt: 750m² (Derzeitiger Billa Eichgraben 508m², Big Billa Neulengbach 1480m²)
  • Gesamtfläche inkl. Anlieferung und Lager: 1090m²
  • Anzahl der in Vollzeit beschäftigten Mitarbeiter: 20
  • Der Betrieb des Marktes ist CO2-neutral, die Beheizung erfolgt über die Wärmerückgewinnung der Kühlaggregate, daher werden keine fossilen Brennstoffe (Gas oder Öl) verbraucht. Eine Klimaanlage ist nicht notwendig, da das Gebäude in den Hang hinein gebaut wird und die vollständige Dachfläche intensiv begrünt wird.
  • Waren-Anlieferungszeiten sind zeitlich geregelt (06:00-20:00 Uhr, Frischware bis 23:00 Uhr). Um die Anlieferung möglichst geräuscharm zu gestalten, sind die LKW’s mit Kamera anstelle eines Rückfahrsignals ausgestattet und die Anlieferungsrampe schallhemmend ausgeführt.

Verkehrs- und Zufahrtskonzept
Ein neuer Supermarkt beinhaltet auch eine ausführliche Verkehrsplanung. REWE hat dazu ein eigenes Planungsbüro beauftragt, das in Abstimmung mit der Landesstraßenverwaltung und der Gemeinde ein Konzept erarbeitet hat. Dieses Konzept betrachtet die Zu- und Abfahrt zum Supermakt, aber auch die Verkehrssituation allgemein und im Speziellen der AnrainerInnen. Richtung Pressbaum fahrend wird eine Linksabbiegespur errichtet. Danach folgt ein Fahrbahnteiler als Querungshilfe für Fußgänger. Der Fahrbahnteiler ist verkehrsberuhigend und wird auch die Geschwindigkeit reduzieren. 

Ein wichtiges Anliegen in der Verkehrsplanung ist die Weiterführung des Geh- und Radwegs bis zum Ortsende mit einer Breite von 3 Metern – diese ist in den Plänen berücksichtigt. Um dem Linksabbieger und dem Radweg den nötigen Raum zu geben, wird auch der Bereich der Bushaltestelle gegenüber verlegt, vergrößert und neu gestaltet. Das Grundstück, auf dem sich die aktuelle Bushaltestelle befindet, ist in Privatbesitz. Schon vor Bekanntwerden des REWE-Projektes gab es positive Gespräche mit dem Eigentümer, das gesamte Grundstück ins Gemeindeeigentum zu übernehmen. Unabhängig von der Errichtung eines Supermarktes ist das Grundstück am Ortsanfang für die Gemeinde von großer Bedeutung. Die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sind schon seit längerem in Planung der Gemeinde, sind aber bis dato an den Eigentumsverhältnissen gescheitert. Mit dem Grundstücksankauf wären sie realisierbar.

Die Fa. REWE/Billa ist sich der hohen Anforderungen in Eichgraben bewusst. Bereits in den ersten Vorgesprächen hat der Konzern Kriterien wie ein ökologisches Marktkonzept, den Anrainerschutz und die Verkehrsplanung im Konzept berücksichtigt – dies ist auch die aktuelle Unternehmensphilosophie des Konzerns. Ein ähnliches Projekt wurde bereits in Salzburg realisiert. Die in den weiteren Vorgesprächen gemeinsam festgelegten Anforderungen (Ortsbildverträglichkeit) sind bereits in das Projekt eingearbeitet und waren Teil der Präsentation. Alle im Gemeinderat vertretenen Parteien werden in den nächsten Tagen gemeinsam ergänzende Anforderungen und Kriterien erarbeiten und definieren. Diese werden der Firma REWE/Billa zur Berücksichtigung übermittelt.

Für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger gibt es im Rahmen des Monatsmarktes am 5. September von 09:00-13:00 Uhr die Möglichkeit, sich über das Projekt ein Bild zu machen (Großer Saal)Foto Info GR August 2020

Foto v.l.n.r.: GR Andreas Höbart, GR Ernst Singer, Andreas Hanzal (Planverfasser), GRin Helga Maralik, GR Johannes Trenk, Bürgermeister Georg Ockermüller, Robert Nagele (Vorstand BILLA AG), Vizebürgermeister Johannes Maschl


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